Die Methode

Die Methode

Die Information Mapping Methode wurde von Prof. Robert E. Horn (Harvard University, Boston) zur Vereinfachung des Erstellungsprozesses von Dokumenten und zur Unterstützung der Informationsaufnahme entwickelt. Sie beruht auf allgemein gültigen Ergebnissen von Untersuchungen der kognitiven Psychologie, die sich damit beschäftigen, wie Informationen strukturiert, geschrieben und gestaltet werden müssen, so dass sie vom Benutzer optimal aufgenommen und umgesetzt werden können.

Die Grundlage von Information Mapping ist Allgemeinwissen, das im Rahmen von Kognitionspsychologie, Medienpsychologie und Lernpsychologie an Universitäten gelehrt wird und von daher keine besondere Erfindung. Das Besondere an der Information Mapping Methode ist, dass diese allgemeingültigen Erkenntnisse der Psychologie zu einem geschlossenen Regelwerk zusammengefügt wurden, das auch ohne tiefe einschlägige Vorkenntnisse leicht erlernbar ist.

Damit bietet sich Information Mapping für einen großen Personenkreis als Methode zum effektiveren Schreiben an. Zu diesem Personenkreis gehören:

  • Alle, die Texte schreiben, die als Informationen effizient genutzt - nicht nur gelesen - werden sollen, also z. B. Emails, Protokolle, Berichte, Entwicklungsdokumentation, Qualitätshandbücher und vieles mehr. Eben für die gesamte Unternehmenskommunikation.
  • Und natürlich auch alle, deren Hauptaufgabe im Unternehmen das Schreiben ist, wie z. B. die technischen Redakteure.

Ziel der Methode

Die Information Mapping Methode ist eine Art zu denken und zu kommunizieren, die in vielen Bereichen eingesetzt werden kann. Sie ist ein systematischer Ansatz, Informationen so zu analysieren, organisieren und präsentieren, wie es für die Zielgruppen sinnvoll und notwendig ist.

Das Ziel der Methode ist es, Informationen jeder Art so zu strukturieren, dass die daraus entstehenden Dokumente zu wirkungsvollen Werkzeugen für ihre Benutzer (= Leser) werden. Sie führt jeden Autor zu einer Schreibweise, die immer den Benutzer und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Durch Anwendung von Information Mapping entstehen auch bei großem Dokumentationsumfang kleine, in sich verstehbare Informationseinheiten, die problemlos in unterschiedlichen Kontexten wiederverwendet werden können. Aufgrund ihrer spezifischen Struktur und Gestaltung können die Dokumente in verschiedenen Medien ohne zusätzliche Umstrukturierung jeweils optimal produziert werden.

Bestandteile der Methode

Hier folgt eine kurze Übersicht über die Bestandteile der Methode. Die Methode ist in 3 Phasen gegliedert:

Phase Beschreibung
1. Analysieren Grundlage der Methode ist die Analysephase, in der die Bedürfnisse der Zielgruppe bestimmt und die zu vermittelnden Informationen darauf abstimmt werden. Folgende Fragen werden beantwortet:
  • Welche Informationen benötigt die Zielgruppe?
  • Welchen Zweck muss die Information erfüllen?
  • Wie muss die Information strukturiert sein?
  • Welche Informationstiefe benötigt die Zielgruppe?
2. Organisieren Die Methode bietet einen Ansatz zum Entwickeln von Informationsstrukturen durch die Anwendung von 7 Prinzipien, die darauf aufbauen, wie Menschen lernen und lesen. Diese 7 Prinzipien sind:
  • Gliederung
  • Betitelung
  • Relevanz
  • Einheitlichkeit
  • Gleichwertigkeit der Informationsträger
  • Verfügbarkeit von Einzelheiten
  • Systematische Gliederung und Betitelung
3. Präsentieren Die Methode bietet besondere Richtlinien, Informationen auf Papier und online zu präsentieren. Diese basieren auf der Informationsart und ihrem Zweck für den Leser.

 

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