Referenzen

Unsere Kunden

Zu unseren Kunden gehören:

  • Deutsche Bundesbank
  • FIDUCIA IT AG
  • GAD eG
  • Lufthansa Systems
  • Schneider Electric SA

… und andere.

Unsere Projekte

Hier finden Sie exemplarisch die Beschreibung einiger unserer Projekte

  • Lesen Sie hier über ein Projekt, bei dem Information Mapping als Erstellungsmethode eine große Rolle spielt und eine zu beschreibende Software, die es noch gar nicht gibt …
    Der "Big Bang" im Zahlungsverkehr
  • Lesen Sie mehr über die Einführung von Cross-Media-Publishing mit XML und Information Mapping unter "Konzern" > "Advanced Projekts" > "Single Source Writing" auf der Website der Fiducia AG.
  • … weitere Projektbeschreibungen folgen

Der "Big Bang" im Zahlungsverkehr – und die Rolle, die die Dokumentation dabei spielt

Technische Dokumentation wird ja oft als das Stiefkind in Unternehmen, ein notwendiges und immer zu teures Übel betrachtet. Im Mittelpunkt jeden Marketings steht das Produkt, vielleicht noch der Produktservice, niemals die Dokumentation. Dieser Bericht beschreibt ein Projekt, bei dem 1 1/2 Jahre lang nur anhand der Dokumentation das Produkt vermarktet und sein Einsatz vorbereitet wird – weil es das Produkt noch gar nicht gab.

Am 3. November 2001 nahm RTGSplus, das neue Großzahlungssystem der Deutschen Bundesbank seinen Betrieb auf. RTGSplus löste die zwei bisherigen Systeme "Elektronischer Schalter" (ELS) und "Elektronische Abrechnung Frankfurt" (EAF) ab, und zwar schlagartig, mit dem "Big Bang". Um klarzumachen, um was es ging: Über ELS und EAF wickeln deutsche und ausländische Banken und Kreditinstitute in einem komplizierten Verrechnungsverfahren täglich rund 125 000 große und dringliche Zahlungen im Gesamtwert von mehr als 500 Milliarden DM ab. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es war, dass der Umstieg am 3. November wirklich reibungslos funktionierte. 58 erste Kunden stiegen sofort um. Diese Banken hatten bereits die entsprechenden Schnittstellen zu ihren hausinternen Systemen eingerichtet.

 

Der Entwicklungsprozess von RTGSplus unterscheidet sich von dem üblichen Softwareentwicklungsprozess:

  • Das System wurde konzipiert und das System in Form der Dokumentation festgeschrieben.
  • Entsprechend diesem Konzept wurde das System entwickelt.
  • Die Einrichtung der Systemschnittstellen bei den Kunden erfolgte parallel ebenfalls anhand der Dokumentation.

 

Bei diesem Prozess spielte die Dokumentation die wesentliche Rolle bei mehreren Aspekten:

  • Sie ist Marketinginstrument, um die Banken zu überzeugen, auf RTGSplus umzusteigen.
  • Sie beschreibt für den zukünftigen Anwender die Konzepte des Systems.
  • Sie spezifiziert die Schnittstellen für die Anwendungsprogrammierer der Kunden.
  • Sie beschreibt die Verfahren der Systemzulassung.

und

  • Sie enthält auch die klassische Bedienungsanleitung für denjenigen, der die Software tagtäglich bedienen muss – nachdem Aussehen und Funktion nach 1 1/2 Jahren bekannt sind.

 

Die Dokumentation wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Landeszentralbank in Hessen - der für RTGSplus verantwortlichen Stelle der Deutschen Bundesbank - und der ARAKANGA GmbH konzipiert und erstellt. Sie wurde entsprechend den Prinzipien von Information Mapping konsequent zielgruppengerichtet strukturiert und in 5 Teile untergliedert:

  • die Leistungsbeschreibung für den Entscheider beim Kunden – das Marketinginstrument
  • die Anwendungsbeschreibung für die Bankfachleute – die Beschreibung der Konzepte
  • die Spezifikation für die Anwendungsentwickler der Banken
  • die Systemzulassung für die Fachleute in den Banken, die die Zulassung abwickeln
  • und die Bedienungsanleitung für die Anwender.

 

Die Dokumentation umfasst aktuell ca. 1000 Seiten. Die Anwendung der Prinzipien von Information Mapping führt aber dazu, dass trotzdem die gesuchte Information schnell gefunden werden kann. Dabei helfen insbesondere die den Kapiteln und Abschnitten vorangestellten Übersichtsseiten mit den lokalen Inhaltsverzeichnissen.

Die Dokumentation ist druckbar, wurde aber in ihrem Layout für den Bildschirm optimiert und wird nur in PDF aus FrameMaker verteilt.

RTGSplus ist heute ein großer Erfolg. Das Konzept von RTGSplus – RTGSplus wird als liquiditätssparendes Bruttosystem entwickelt – wird inzwischen in USA und England in ähnlicher Weise genutzt und es besteht die Hoffnung, dass auch das zukünftige europaweite Zahlungssystem nach diesem Konzept entstehen wird.

Maßgeblich dazu beigetragen hat die Dokumentation, die das Konzept bekannt gemacht hat.

 

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